Sie möchten ein Gewerbe anmelden und wissen nicht genau, wie Sie vorgehen und was Sie beachten sollten? Dabei helfen wir Ihnen gerne. Dieser GUIDE zeigt Ihnen alle Schritte, die für die Gewerbeanmeldung erforderlich sind!
Jede selbstständige, auf Gewinnerzielung ausgerichtete und dauerhaft angelegte Tätigkeit. Ausgenommen sind freie Berufe (z. B. Ärzte, Rechtsanwälte, Journalisten), die direkt beim Finanzamt gemeldet werden. Was alles unter „freie Berufe“ zählt, finden Sie in § 18 Abs. 1 EStG.
In Essen wenden Sie sich für die Anmeldung eines Gewerbes an die Stadt selbst. Die Anmeldestelle für Gewerbe befindet sich Am Porscheplatz 1, 45127 Essen.
Es empfiehlt sich, vorab telefonisch oder per E-Mail mit der Stelle Kontakt aufzunehmen.
| Tag | Öffnungszeit |
|---|---|
| Montags, Dienstags, Donnerstags | 08:30 – 12:30 Uhr |
| Freitags | 08:30 – 12:30 Uhr |
| Mittwochs | Geschlossen |
Die Gebühren für die Gewerbeanmeldung belaufen sich in Essen auf etwa 25-35 €.
Personalausweis/Reisepass; bei Kapitalgesellschaften Handelsregisterauszug; ggf. Aufenthalts-/Arbeitserlaubnis; Nachweise/Genehmigungen bei erlaubnispflichtigen Tätigkeiten.
Hierzu wird Ihnen auch ein Online-Zugang geboten, über den Sie alles für die Anmeldung notwendige einreichen können. Diesen finden Sie unter Service.Wirtschaft.NRW
Ist bis zu diesem Zeitpunkt alles richtig verlaufen, meldet sich nun das Finanzamt bei Ihnen. Sie erhalten den Fragebogen zur steuerlichen Erfassung (ELSTER). Hier gilt es auch, die richtige Rechtsform für das Gewerbe zu wählen.
Hier können Sie angeben, ob Sie von der Kleinunternehmerregelung Gebrauch machen wollen. Außerdem müssen Sie angeben: Gewinnermittlungsart (EÜR oder Bilanz) und erwartete Umsätze/Gewinne. Erst danach erhalten Sie die Steuernummer.
Vorjahresumsatz: max. 25.000 €
Umsatz im laufenden Jahr: max. 100.000 €
Bei Anwendung: keine Umsatzsteuer auf Rechnungen, aber auch kein Vorsteuerabzug. Freiwilliger Verzicht möglich (Bindung für mehrere Jahre).
IHK/HWK: automatische Mitgliedschaft; Beitragsverpflichtung möglich. Berufsgenossenschaft: Anmeldung (Unfallversicherung). Krankenversicherung eigenständig regeln. Gewerbesteuer beachten (Freibetrag bei Einzelunternehmen: 24.500 € Gewinn).
Geschäftskonto eröffnen; Buchhaltung und Belegführung von Beginn an.
Bei allen weiteren Fragen zur Anmeldung Ihres Gewerbes, sowie um die Wahl der richtigen Gewerbeform stehen wir Ihnen umfänglich zur Verfügung.
Auch bei der jeweiligen Gründung helfen wir Ihnen gerne. Hierzu bietet Schumacher insbesondere Beratung für Start-Ups an.
Für die Gründung eines Gewerbes ist erst einmal die Geschäftsfähigkeit des Gründers notwendig. Diese erlangt man üblicherweise mit dem Beenden des 18. Lebensjahres (§ 2 BGB). Zwischen dem Alter von sieben und und 18 Jahren ist man lediglich „beschränkt geschäftsfähig“ (§ 106 BGB). Der Gründung einer Gesellschaft steht das aber nicht zwingend im Wege. Viel mehr ist der Gründer in so einer Situation auf die Zustimmung seiner gesetzlichen Vertreter (meist Eltern) angewiesen. Auch muss das Anliegen vom zuständigen Familiengericht genehmigt werden.
Die Unternehmergemeinschaft (UG) sowie die Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) schützen das Privatvermögen der Gesellschafter insofern am Besten, als die Haftung auf das Gesellschaftsvermögen beschränkt. Bei einer Personengesellschaften wie der GbR haften die Gesellschafter dem gegenüber mit ihrem gesamten Privatvermögen.
Für ein Start‑Up mit mehreren Investoren ist die GmbH in der Regel die passende Rechtsform. Sie bietet klare Beteiligungsmöglichkeiten. Außerdem besteht dadurch eine professionelle Außenwirkung. Auch die haftungsbeschränkte Struktur bietet Investoren eine Sicherheit, die viele voraussetze. Wenn das Startkapital noch zu knapp ist, kann eine UG (haftungsbeschränkt) ein erster Schritt sein – mit der Perspektive, später in eine GmbH zu wechseln.
Bei einer anstehenden Gründung ist eine Kombination aus einem im Fachanwalt für Gesellschaft und einer Steuerberatung ratsam. Mit dem Fachanwalt für Gesellschaftsrecht kann dann alles Vertragliche und die Haftung Betreffende abgestimmt werden. Die Steuerberatung hingegen ist hilfreich, wenn es um die Wahl der richtigen Rechtsform sowie Steuerbelastung und Sozialversicherung geht.