Das Arbeitsrecht regelt die Rechtsbeziehungen zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern, den Koalitionen der Arbeitnehmer und Arbeitgeber sowie zwischen den Vertretungsorganen der Arbeitnehmer und dem Arbeitgeber. Wenn Sie nach einem kompetenten Rechtsanwalt für Arbeitsrecht in Essen suchen, finden Sie bei Schumacher & Partner ein Team aus Fachanwälten für Arbeitsrecht und erfahrenen Rechtsanwälten, das Ihnen bei allen arbeitsrechtlichen Fragestellungen, auch hinsichtlich Strategie und Prozessführung, zur Verfügung steht.

Wir stehen Ihnen gerne u.a. in folgenden Bereichen zur Verfügung:

  • Beratung von Arbeitgebern und Arbeitnehmern vor und nach Ausspruch einer Abmahnung
  • Rechtsberatung von Arbeitgebern und Arbeitnehmern vor und nach Ausspruch einer betriebsbedingten, verhaltensbedingten oder personenbedingten Kündigung oder Änderungskündigung
  • Beratung und Vertretung bei Durchführung der Kündigungsschutzklage im Rahmen des Kündigungsschutzverfahrens
  • Beratung bei der Verhandlung und Optimierung einer Abfindung
  • Prüfung oder Gestaltung von Arbeitsverträgen
  • Prüfung oder Gestaltung von Dienstverträgen
  • Beratung beim Gestalten von Auflösungsvereinbarungen (Aufhebungs- und Abwicklungsverträge)
  • Beratung rund um die Themen Mutterschutz und Schwangerschaft
  • Beratung zu Urlaubsgeld, Urlaubsanspruch und Urlaubsentgelt
  • Beratung bei allen Fragen zum Thema Arbeitszeit, Rüstzeit, Freizeit, Bereitschaftszeit etc.
  • Beratung zum Anspruch auf Weihnachtsgeld
  • Beratung und Vertretung beim Anspruch auf Teilzeitarbeit
  • Beratungen und Vertretung im gesamten Themenbereich Schwerbehinderung
  • Beratung im Bereich Mindestlohn, Mindestlohngesetz, Durchführung der Pflichtdokumentationen etc.
  • Beratung beim Verfassen, Bewerten und Optimieren von Arbeitszeugnissen
  • Beratung zur Vermeidung einer Sperrzeit bei dem Bezug von Arbeitslosengeld
  • Beratung und Begleitung Massenentlassungen
  • Betriebsverfassungsrechtliche Streitigkeiten
  • Beratung und Begleitung der Verhandlung über Betriebsvereinbarungen
  • Begleitung von Unternehmensakquisitionen, /–restrukturierungen oder Betriebsänderungen,
  • Begleitung bei Verhandlung, Abschluss oder Auseinandersetzung in den Bereichen des Betriebsverfassungs-, Tarif- und Mitbestimmungsrechts
  • Führen von Interessenausgleichs- und Sozialplanverhandlungen
  • Mitwirkung und Vertretung in Einigungsstellen

Ihre Anwälte im Arbeitsrecht:

Rechtsanwalt Arbeitsrecht Essen

Als Rechtsanwalt im Arbeitsrecht in Essen stellen wir immer wieder fest, dass der einzelne Arbeitnehmer oder Arbeitgeber bereits Probleme bei grundlegenden arbeitsrechtlichen Begrifflichkeiten hat. Darum wollen wir hier kurz einzelne Begriffe erläutern.

Arbeitnehmerüberlassung / Leiharbeit / Zeitarbeit

Gemäß Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG) liegt eine Arbeitnehmerüberlassung grundsätzlich dann vor, wenn ein Arbeitgeber, als Verleiher, einem Dritten, dem sog. Entleiher, Arbeitnehmer (Leiharbeitnehmer) im Rahmen ihrer wirtschaftlichen Tätigkeit zur Arbeitsleistung überlässt. Erfahren Sie mehr zum Thema Arbeitnehmerüberlassung / Leiharbeit / Zeitarbeit.

Betriebsrat

Der Betriebsrat ist der gewählte Repräsentant der Belegschaft eines Betriebes und Mitbestimmungsorgan der Arbeitnehmer im Rahmen der Betriebsverfassung. Aufgabe des Betriebsrates ist die Mitbestimmung in verschieden betrieblichen Angelegenheiten. Die allgemeinen Aufgaben des Betriebsrates sind § 80 BetrVG zu entnehmen. Erfahren Sie mehr zum Thema Betriebsrat.

Elternzeit

Das Recht auf Elternzeit gibt abhängig beschäftigten Eltern (=Angestellten) die Möglichkeit sich für einen zu bestimmenden Zeitraum unbezahlt von der Arbeit, nach der Geburt eines Kindes, freistellen zu lassen. Während dieser Zeit ruhen die gegenseitigen Pflichten von Arbeitgeber und Arbeitnehmer aus dem Arbeitsverhältnis. Der Arbeitnehmer muss während der Elternzeit seine Arbeitsleistung nicht erbringen, der Arbeitgeber keinen Lohn zahlen. Erfahren Sie mehr zum Thema Elternzeit.

Kündigungsschutzklage

Kündigungsschutz kann in Deutschland nur durch Einlegung einer fristgerechten (3-Wochen-Frist) Kündigungsschutzklage beim zuständigen Arbeitsgericht in Anspruch genommen werden. Mit der Kündigungsschutzklage soll festgestellt werden, dass die Kündigung unwirksam ist und das Arbeitsverhältnis weiterhin besteht. Erfahren Sie mehr zu den Fristen einer Kündigungsschutzklage.

Abfindungen

Um mit dem wohl größten Mythos, dem wir als Anwalt für Arbeitsrecht in Essen begegnen, aufzuräumen: Es besteht nach Aussprache einer Kündigung grundsätzlich kein Anspruch auf Zahlung einer Abfindung.

Tatsächlich wird eine Abfindung oft nur im Rahmen eines vor Gericht geschlossenen Vergleichs vom Arbeitgeber an den Arbeitnehmer gezahlt. Damit einher geht in der Regel die Einigung darüber, dass das Arbeitsverhältnis zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Vergangenheit geendet hat oder in der Zukunft enden wird. Dies in der Regel vor dem Hintergrund, dass Arbeitnehmer und Arbeitgeber die Ungewissheit und das finanzielle Risiko bzgl. einer möglichen Entscheidung des Arbeitsgerichts (oftmals auch erst in der Berufungsinstanz) durch eine schnelle Erledigung des Rechtsstreits beenden möchten. Der Arbeitgeber “erkauft” sich daher oft durch die Vereinbarung einer Abfindung Rechtssicherheit. Die Höhe der Abfindung ist gesetzlich nicht geregelt.

Allein in § 1a KSchG wird ein Abfindungsanspruch für den Fall formuliert, dass der Arbeitgeber eine ordentliche betriebsbedingte Kündigung ausspricht, den Arbeitnehmer in der Kündigungserklärung darauf hinweist, dass es sich um eine betriebsbedingte Kündigung handelt und dass der Arbeitnehmer bei Verstreichenlassen der dreiwöchigen Klagefrist die Abfindung beanspruchen kann. Sind diese Voraussetzungen erfüllt, erhält der Arbeitnehmer die vom Arbeitgeber angebotene Abfindung. Faktisch handelt es sich jedoch nicht um einen gesetzlichen Anspruch des Arbeitnehmers, sondern um eine freiwillige Leistung des Arbeitgebers. Der Vorteil für den Arbeitnehmer: Der Erhalt einer Abfindung gem. § 1a KSchG führt nicht dazu, dass die 12-wöchige Sperrzeit von der Agentur für Arbeit für den Bezug von Arbeitslosengeld verhängt wird.

Dem Arbeitnehmer kann aber auch aufgrund einer Vereinbarung zwischen Betriebsrat und Arbeitgeber/Insolvenzverwalter aus einem sogenannten “Sozialplan” ein Anspruch auf eine Abfindung entstehen. Sozialpläne werden z. B. dann vereinbart, wenn in Betrieben mit mehr als 20 Arbeitnehmern im Rahmen einer Betriebsänderung, z. B. (teilweise) Betriebsstilllegung, ein gewisser Schwellenwerten von Arbeitnehmern betroffen ist.

Urlaubsentgelt

Gemäß § 1 Bundesurlaubsgesetz hat jeder Arbeitnehmer in jedem Kalenderjahr Anspruch auf bezahlten Erholungsurlaub. Während dieser Zeit erhält der Arbeitnehmer Urlaubsentgelt. Dieses ist zu unterscheiden von dem Urlaubsgeld. Der Anspruch auf bezahlten Urlaub kann nicht ausgeschlossen werden. Allein durch Tarifvertrag können, abgesehen von Mindestumfang und dem grundsätzlich Anspruch auf Urlaub, abweichende Regelungen getroffen werden. Erfahren Sie mehr zum Thema Urlaubsentgelt.

Urlaubsgeld

Im Gegensatz zum Urlaubsentgelt handelt es sich beim Urlaubsgeld um eine zusätzliche Vergütung, die der Arbeitgeber leistet. Der Anspruch auf Urlaubsgeld, kann sich z.B. aus dem zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer geschlossenen Arbeitsvertrag ergeben. Oftmals erfolgt die Zahlung von Urlaubsgeld jedoch aufgrund betrieblicher oder tarifvertraglicher Regelungen. Zur Abgrenzung also:

Urlaubsentgelt betrifft die Fortzahlung von Lohn oder Gehalt während des Urlaubs. Urlaubsgeld hingegen ist eine Sonderzahlung, die der Arbeitgeber, z.B. aufgrund arbeits- oder tarifvertraglicher Regelungen, über das Urlaubsentgelt hinaus leistet. Erfahren Sie mehr zum Thema Urlaubsgeld.

Lohnfortzahlung im Krankheitsfall (Entgeltfortzahlung)

Für den Fall, dass “ein Arbeitnehmer durch Arbeitsunfähigkeit infolge Krankheit an seiner Arbeitsleistung verhindert wird, ohne dass ihn ein Verschulden trifft, hat er Anspruch auf Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall durch den Arbeitgeber für die Zeit der Arbeitsunfähigkeit bis zur Dauer von sechs Wochen.”

Dies regelt § 3 Entgeltfortzahlungsgesetzes (EFZG). Von dieser gesetzlichen Regelung kann zuungunsten des Arbeitnehmers nicht abgewichen werden. Mehr zum Thema Lohnfortzahlung im Krankheitsfall.

Kündigungsfristen

Seit Oktober 1993 gelten in Deutschland gesetzlich einheitliche Kündigungsfristen für Arbeiter und Angestellte, von denen nur durch entsprechende Vereinbarungen im Arbeits- oder Tarifvertrag abgewichen werden kann. Eine Abweichung zu Ungunsten des Arbeitnehmers ist, zumindest im Arbeitsvertrag, nicht möglich.

Die gesetzlichen Kündigungsfristen für die ordentliche Kündigung des Arbeitsverhältnisses durch Arbeitgeber und Arbeitnehmer sind in § 622 BGB geregelt. Während der Probezeit (bis 6 Monate) kann das Arbeitsverhältnis von beiden Seiten mit einer Frist von 2 Wochen gekündigt werden. Außerhalb der Probezeit kann das Arbeitsverhältnis grundsätzlich mit einer Frist von 4 Wochen zum 15. oder zum Monatsende gekündigt werden. Mehr zu Abweichungen und Besonderheiten erfahren Sie im Bereich Kündigungsfristen.

Möchten Sie einen Beratungstermin vereinbaren?

Das Arbeitsrecht ist dermaßen umfangreich und mit scheinbar unendlichen Unwägbarkeiten gespickt, dass eine persönliche Beratung von einem Rechtsanwalt für Arbeitsrecht in Essen in unserer Kanzlei sinnvoll ist.

Terminvereinbarungen können Sie während unserer Bürozeiten unter der Telefonnummer 0201-24030 oder per Email unter vornehmen.

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