Anhebung der Kleinunternehmergrenze

veröffentlicht am in der Kategorie Allgemein StartUp-Beratung Steuerberatung

Wer lediglich in geringem Umfang selbstständig tätig ist, kann von der sogenannten Kleinunternehmerregelung profitieren. Die Steuerfreigrenze wurde dabei zum 01. Januar 2020 von 17.500 € auf 22.000 € angehoben.

Mehrwertsteuer und Umsatzsteuer

Jeder Selbstständige ist grundsätzlich erstmal unabhängig von der gewählten Rechtsform verpflichtet, seinen Kunden Umsatz- bzw. Mehrwertsteuer in Rechnung zu stellen. Diese beträgt allgemein 19% und für bestimmte begünstige Gegenstände und Leistungen, z.B. für Lebensmittel, 7%. Die in Rechnung gestellte Umsatz- und Mehrwertsteuer wird dann an das zuständige Finanzamt abgeführt. Ausnahmen bestehen für bestimmte Berufsgruppen, z.B. Ärzte, welche von der Umsatzsteuer befreit sind.

Schon gewusst? Steuern für Selbstständige

Beginn der Umsatzsteuerpflicht

Die Umsatzsteuerpflicht beginnt, wenn der Steuerpflichtige Unternehmer i.S.d. § 2 UStG wird. Unternehmer im Sinne dieser Vorschrift ist, wer eine gewerbliche oder berufliche Tätigkeit ausübt, d.h. wer mit einer auf Dauer angelegten Tätigkeit Einnahmen erzielt. Dabei wird eine Gewinnerzielungsabsicht nicht vorausgesetzt. Die Tätigkeit dient zur Erzielung von Einnahmen, wenn Lieferungen oder sonstige Leistungen gegen Entgelt erbracht werden. Gerade das ist bei Influencern, welche mit Unternehmen kooperieren, in der Regel der Fall. Aus diesem Grund entsteht relativ schnell eine Umsatzsteuerpflicht.

Bruttoumsatzgrenze angehoben

Befindet sich ein Unternehmer noch in der Anfangsphase, so kann die Kleinunternehmerregelung des § 19 UStG eine Entlastung sein. Die hierfür geltende Grenze von bisher 17.500 € wurde nun auf 22.000 € angehoben.

Schon gewusst? Beginn der Steuerpflicht bei StartUps

Kleinunternehmerprivileg entlastet

Hat der Bruttoumsatz im vorangegangenen Kalenderjahr 22.000 € nicht überstiegen und wird er 50.000 € im laufenden Jahr voraussichtlich nicht übersteigen, so wird die Umsatzsteuer nicht erhoben. Wird die Tätigkeit im Laufe des Jahres neu aufgenommen ist zu beachten, dass die Grenze von 22.000 € monatsanteilig runtergerechnet werden muss.

Weitere Informationen rund um das Thema StartUp finden Sie hier.

Fazit

Durch die Anhebung des Jahresfreibetrags können ab dem 01. Januar 2020 mehr kleine Unternehmen vom Kleinunternehmerprivileg profitieren.

Schon gewusst? Die Kanzlei Schumacher steht Ihnen mit kompetenter Rechtsberatung in Essen zur Seite.

Wenn Sie Fragen rund um das Thema Kleinunternehmer, StartUps und Selbstständigkeit haben, wenden Sie sich an unsere Anwälte für Arbeitsrecht oder unsere Steuerberater und vereinbaren einen Termin. Wir stehen Ihnen gerne und jederzeit für alle Fragen zur Verfügung. Rufen Sie uns an 0201/24030.

Schumacher | Rechtsanwälte · Notare · Steuerberater

Ihre Steuerberater in Essen

Ihre StartUp-Berater in Essen