Jobticket für Minijobber

veröffentlicht am in der Kategorie Allgemein Arbeitsrecht Lohnbuchhaltung Steuerberatung

Seit dem 01.01.2019 ist das Jobticket für Minijobber unter bestimmten Voraussetzungen steuerfrei. Mit dem Jobticket unterstützt der Arbeitgeber die Fahrtkosten für die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel zur Arbeit, indem er die Bahn- oder Busfahrkarte voll oder teilweise bezahlt.

Zusätzliche Arbeitgeberleistung

Bislang war das Jobticket nur bis zu einer Freigrenze von 44 € im Monat steuerfrei. Hierzu stellt die Neuregelung eine deutliche Verbesserung dar. Das Jobticket ist dann steuerfrei, wenn sie zusätzlich zu dem ohnehin geschuldeten Arbeitslohn geleistet wird. Dann unterliegt es auch nicht der Beitragspflicht zur Sozialversicherung. Das heißt, dass es nicht auf die Minijobgrenze von 450 € angerechnet wird. Die Steuerbegünstigung gilt auch für private Fahrten im öffentlichen Personennahverkehr. Das Jobticket kann also auch in der Freizeit genutzt werden.

Werden die Fahrtkosten nicht zusätzlich zum Lohn übernommen, so sind die Kosten normal zu versteuern. Das ist insbesondere dann der Fall, wenn die Fahrkarten im Rahmen einer Gehaltsumwandlung erstattet werden.

Nachweis für die Steuer

Arbeitgeber können die Fahrkarten für den Arbeitnehmer direkt kaufen und sie dann an diesen weitergeben. Alternativ kann sich der Arbeitnehmer das Ticket auch selbst kaufen und es sich dann vom Arbeitgeber erstatten lassen. Wichtig ist für beide Möglichkeiten, dass der Arbeitgeber die Fahrkarten in den Lohnunterlagen nachweisen kann. Das Jobticket mindert den bei der Steuererklärung als Entfernungspauschale abziehbaren Betrag (0,30 €/km je Arbeitstag). So soll verhindert werden, dass diejenigen, die die Fahrkarten aus ihrem versteuerten Einkommen selbst bezahlen, nicht benachteiligt werden.

Wenn Sie Fragen rund um das Thema Jobticket haben oder sich steuerlich beraten lassen möchten, wenden Sie sich an unsere Steuerberater und vereinbaren einen Termin. Wir stehen Ihnen gerne und jederzeit für alle Fragen zur Verfügung. Rufen Sie uns an 0201/24030.

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