Was macht ein Strafverteidiger?

Geschrieben von: Kira Dahlmann
Ein Strafverfahren ist für einen Angeklagten eine belastende Situation. Schumacher steht seinen Mandanten auch in der Strafverteidigung kompetent zur Seite. Was zeichnet den Beruf der Anwälte aus, die neben den Angeklagten auf der Gerichtsbank sitzen? Was macht ein Strafverteidiger?

Die Staatsanwaltschaft

Die Staatsanwaltschaft ist in Deutschland als Herrin des Verfahrens für die Aufklärung und Verfolgung von Straftaten zuständig. Bevor es zu einem Gerichtsprozess kommt, muss die Staatsanwaltschaft tätig werden. Regelmäßig beginnt die Strafverfolgung durch die Staatsanwaltschaften mit der Einleitung eines Ermittlungsverfahrens. Ziel dieses Verfahrens ist die Aufklärung des Sachverhalts und die abschließende Entscheidung, ob Anklage erhoben oder das Verfahren eingestellt werden soll.

Das Hauptverfahren

Das Hauptverfahren dient dem Zweck, die in Rede stehende Tat und ihre Umstände bestmöglich aufzuklären. Insoweit spricht man auch vom Prinzip der materiellen Wahrheit. Hierzu kann der Angeklagte zunächst selbst zur Sache aussagen, soweit er sich nicht entscheidet, von seinem Schweigerecht Gebrauch zu machen.

Dabei hat er die Möglichkeit, einen Strafverteidiger zu beauftragen, der ihn während des gesamten Verfahrens unterstützt.

Der Strafverteidiger

Der Strafverteidiger ist ein dem Beschuldigten einer Straftat in einem Strafverfahren zur Seite stehender rechtlicher Beistand. Häufig wird er dabei auch nur als Verteidiger bezeichnet. Grundsätzlich hat dabei jeder Beschuldigte gemäß § 137 StPO das Recht, bis zu drei Verteidiger hinzuzuziehen. Bei Verteidigern handelt es sich fast ausschließlich um zugelassene Rechtsanwälte.

Was macht den Strafverteidiger so wichtig?

Der Strafverteidiger nimmt die Rolle der Verteidigung im Strafverfahren wahr. Dabei ist das Ziel, den Beschuldigten zu jedem Zeitpunkt des Strafverfahrens zu beraten. So soll er seine Interessen bestmöglich wahrnehmen und vertreten können. Ein besonderes Augenmerk des Verteidigers liegt dabei darauf, dass das Verfahren korrekt durchgeführt und die Rechte des Beschuldigten gewahrt werden. Die Rolle des Strafverteidigers geht weit über eine rein beratende Tätigkeit hinaus. Der Strafverteidiger ist vielmehr die oft einzige Bezugsperson eines Angeklagten. Die Wichtigkeit des Strafverteidigers für seinen Mandanten ist folglich nachvollziehbar. Der Beruf des Strafverteidigers ist in der Juristerei und im Rechtsstaat von zentraler Bedeutung. In Deutschland gilt das sogenanntes Täterstrafrecht. Das bedeutet, dass die Sache, um die es vor Gericht ist, die vermeintliche Tat des Angeklagten ist. Der Angeklagte steht dabei im Zentrum und nicht das Opfer - die Rechte des Letzteren werden dabei nicht vernachlässigt. Die Sicherstellung eines fairen Verfahrens für den Angeklagten ist zentral für die Rechtsstaatlichkeit.

Kosten

Die Kosten eines Strafverteidigers richten sich nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz und den konkret wahrgenommenen Tätigkeiten. Maßgeblich sind dabei auch der konkrete Aufwand und Zeitaufwand des Mandats. Im Falle eines Pflichtverteidigers werden diese zunächst von der Staatskasse vorgestreckt. Ansonsten sind die Kosten zunächst vom Beschuldigten selbst zu tragen.

Kostenerstattung

Bei einem Freispruch im Strafverfahren hat der Freigesprochene Anspruch auf Erstattung der gesetzlichen Gebühren durch die Staatskasse. Im Falle einer Verurteilung muss er die Kosten selbst tragen.

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