Bundesregierung verabschiedet zweites Corona-Steuerhilfegesetz

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Die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie stellen Bürgerinnen und Bürger sowie viele Unternehmen vor erhebliche Herausforderungen. Die Bundesregierung hat deshalb jüngst das zweite Corona-Steuerhilfegesetz verabschiedet. In diesem Beitrag möchten wir Ihnen einen generellen Überblick über die wichtigsten Neuerungen geben.

Wirtschaftskrise durch Coronapandemie

„Die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie stellen Bürgerinnen und Bürger sowie viele Unternehmen vor erhebliche Herausforderungen. Jetzt geht es darum, dass die Wirtschaft schnell wieder an Schwung gewinnt.“

Mit diesen Worten leitet die Bundesregierung ihren Entwurf zu einem zweiten Coronahilfe-Steuerhilfegesetz ein. Dieser Entwurf wurde nun am 29. Juni 2020 verabschiedet.

Kurzfristige Unterstützungen

Dabei hat das neue Gesetz insbesondere zum Ziel, schnell wirkende Maßnahmen zu bündeln und so die Bevölkerung wie auch die Wirtschaft kurzfristig zu unterstützen.

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Ein Schwerpunkt liegt dabei insbesondere auf der Stärkung der im Rahmen der Pandemie gesunkenen Kaufkraft sowie der steuerlichen Entlastung von Unternehmen. Hierzu ist im Gesetz ein umfassender Maßnahmenkatalog vorgesehen.

Senkung der Umsatzsteuer

Hierzu werden zunächst bis zum 31. Dezember 2020 die geltenden Umsatzsteuersätze von bisher 19 bzw. 7 % auf 16 bzw. 5 % gesenkt.

Nähere Informationen rund um die gesunkene Umsatzsteuer finden Sie hier

Neuregelungen zu Gunsten der Wirtschaft

Darüber hinaus enthält das Corona-Steuerhilfegesetz weitere Maßnahmen zur Unterstützung der Wirtschaft. So wird auch für die Zahlung der Einfuhrumsatzsteuer ein weiterer Aufschub gewährt: diese ist künftig erst am 26. Kalendertag des zweiten auf die Einfuhr folgenden Monats fällig. Außerdem wird der Freibetrag für die Hinzurechnungstatbestände des § 8 Nummer 1 GewStG auf 200 000 Euro erhöht.

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Degressive Abschreibungen

Für Wirtschaftsgüter, die zwischen 31.12.2019 und dem 01.01.2022 angeschafft bzw. hergestellt worden sind, steht Unternehmern nun künftig ein Wahlrecht zwischen der linearen und der degressiven Abschreibung zu. So können Unternehmer insbesondere bei teuren und schnell veraltenden Maschinen erhebliche Verluste vermeiden.

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Steuerlicher Verlustrücktrag

Der maximal mögliche Verlustrücktrag wird für die Jahre 2020 auf 5 Mio. Euro bei Einzelveranlagung bzw. 10 Mio. Euro bei Zusammenveranlagung erhöht. Außerdem soll künftig die Möglichkeit bestehen, den Verlustrücktrag für das Kalenderjahr 2020 schon im Rahmen der Steuererklärung für das Jahr 2019 unmittelbar finanzwirksam nutzbar zu machen.

Kindergeldbonus

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Auch Eltern dürfen sich freuen: so sieht das Steuerhilfegesetz einen Bonus in Höhe von 300 € für jedes im Jahr 2020 kindergeldberechtigte Kind vor.

Förderung von Elektrofahrzeugen

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Auch für private Elektrofahrzeuge sind weitere Begünstigungen vorgesehen. So erhöht sich der Höchstbetrag des Bruttolistenpreises für die Besteuerung ebensolcher von 40.000 € auf 60.000 €.

Weitere Informationen rund um die steuerliche Förderung von Elektrofahrzeugen finden Sie hier.

Fazit

Auch das zweite Corona-Steuerhilfegesetz sieht vielfältige Maßnahmen zur Unterstützung der Bevölkerung und der Wirtschaft vor und umfasst dabei unterschiedlichste Bereiche. Insbesondere Unternehmern stehen dabei vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten zur Verfügung. Gerne beraten und unterstützen wir Sie daher bei der Auffindung einer für Sie bestmöglichen Lösung.

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