Aktuelle Informationen zu Corona

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Mit dem Beschlusspapier vom 03.06.2020 wurde ein Konjunkturpaket erstellt, welches weitere Maßnahmen gegen die Folgen von Corona beinhaltet. Es handelt sich um geplante Änderungen. Daher bleibt es noch abzuwarten, welche im Gesetzgebungsverfahren tatsächlich verabschiedet werden.

Schon gewusst? Unsere Corona-FAQs werden ständig aktualisiert!

Im Nachfolgenden listen wir Ihnen die wichtigsten Themen in Stichpunkten auf und verweisen für detaillierte Informationen auf das vorgenannte Beschlusspapier. Dieses können Sie hier abrufen – https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Standardartikel/Themen/Schlaglichter/Konjunkturpaket/2020-06-03-eckpunktepapier.pdf?__blob=publicationFile&v=8

Lediglich die Themen, zu denen wir denken, dass von Ihnen bereits jetzt Vorbereitungshandlungen zu treffen sind, erläutern wir ausführlicher.

Neue Soforthilfe

Neben der bereits gewährten Soforthilfe ist ein sogenanntes Programm für Überbrückungshilfen geplant. Diese Hilfsmaßnahme soll Unternehmen, die besonders stark durch Corona betroffen sind, für die Monate Juni bis August 2020 unterstützen. Die Eckdaten der geplanten Voraussetzungen sind ein Umsatzrückgang von mindestens 60% im Vergleich zum Vorjahr und ein voraussichtlicher Umsatzrückgang für die Antragsmonate von mindestens 50%.

Es ist davon auszugehen, dass die Zugangsvoraussetzungen genauer geprüft werden, als bei der Soforthilfe und auch Ihre laufenden Fixkosten bei der Höhe der Erstattung mitberücksichtigt werden könnten.

Hierzu halten wir Sie selbstverständlich weiterhin informiert, sobald mehr Details feststehen, bzw. ein Antrag möglich ist.

Schon gewusst? Die Kanzlei Schumacher kann Ihr Anwalt in Essen für Arbeitsrecht sein.

Senkung der Umsatzsteuer

Hier sind zwei Punkte zu unterscheiden.

Gastronomiebetriebe bzw. Restaurant- und Verpflegungsdienstleistungen müssen in der Zeit nach dem 30.06.2020 bis zum 30.06.2021 nur noch 7% Umsatzsteuer (bzw. 5%, vergleiche die nachfolgenden Ausführungen) auf Ihre Umsätze abführen, egal ob es sich um inhouse oder to-go-Umsätze handelt. Ausnahme: Für Getränke sind weiterhin 19% (bzw. 16%) Umsatzsteuer zu zahlen.

Für alle Unternehmer ist geplant die allgemeine Umsatzsteuer von 19% auf 16% zu senken und den ermäßigten Steuersatz von 7% auf 5% zu senken. Dies soll voraussichtlich für die Zeit vom 01.07. bis 31.12.2020 erfolgen.

Was von Ihnen zu beachten ist:

Ob der alte oder der neue Steuersatz für Sie anzuwenden ist, hängt nicht von dem Zeitpunkt ab, in dem Sie das Geld vereinnahmen oder ein Angebot erstellt haben, sondern wann Sie die Leistung erbracht haben. Beginnen Sie beispielsweise mit einem Projekt noch im Juni, beenden dieses aber erst im Juli, ist nur 16% Umsatzsteuer abzuführen. Beenden Sie es aber hingegen noch im Juni, schaffen es aber erst die Rechnung im Juli zu schreiben, ist hier auf den Leistungszeitraum abzustellen, Sie müssen also 19% Umsatzsteuer in Rechnung stellen.

Achten Sie bitte auch bei Rechnungen, die Sie erhalten, ganz genau auf diese Abgrenzung, denn zu viel in Rechnung gestellte Umsatzsteuer können Sie sich nicht vom Finanzamt als Vorsteuer erstatten lassen.

Wenn Sie mit elektronischen Kassen arbeiten, müssen Sie rechtzeitig ein Update durchführen bzw. die Grundeinstellungen entsprechend ändern, damit dort ab dem 01.07.2020 auch die richtigen Steuersätze dokumentiert werden. Sprechen Sie, falls nötig, bitte kurzfristig Ihren Systempartner für Kassensysteme an.

Auch hier gilt: Zu viel in Rechnung gestellte Umsatzsteuer müssen Sie im Zweifel an das Finanzamt abführen.

Wenn Sie Angebote schreiben, achten Sie bitte darauf, ob Sie diese netto oder brutto vereinbart haben, bzw. wie Sie die Formulierungen genau bzgl. der Umsatzsteuer formuliert haben.

Fragen zu Mietrecht? Schumacher hat Ihren Anwalt für Mietrecht in Essen!

Aufstockungsbeträge zum Kurzarbeitergeld bleiben steuerfrei

Werden diese in der Zeit zwischen dem 01. März und dem 31. Dezember 2020 gezahlt, bleiben diese unter bestimmten Voraussetzungen steuerfrei.

Wiedereinführung der degressiven Abschreibungen

Investitionen, die ein Unternehmer tätig, haben in den ersten Jahren eine höhere Abschreibung, wirken sich also stärker steuermindernd aus.

Erhöhung Ermäßigung bei Einkünften aus Gewerbebetrieb

Gewerbetreibende erhalten bereits jetzt eine Steuerermäßigung aufgrund der Doppelbelastung von Einkommensteuer und Gewerbesteuer. Diese Doppelbelastung soll weiter verringert werden.

Entlastung für Alleinerziehende

Zurzeit gibt es für Alleinerziehende einen steuerlichen Freibetrag von € 1.908,00. Dieser soll für dieses und für das nächste Jahr auf jeweils € 4.000,00 erhöht werden.

Kinderbonus

Neben dem Kindergeld ist geplant, dass Eltern für jedes kindergeldberechtigte Kind eine einmalige Zahlung von € 300,00 erhalten.

Kfz-Steuer

Für PKWs, die umweltfreundlich sind, sollen weitere Vergünstigungen eingeführt werden, bzw. bei reinen Elektrofahrzeugen soll die Steuerbefreiung noch weiter verlängert werden.

Wenn Sie Fragen rund um das Thema Corona oder sonstige rechtliche Fragen haben, wenden Sie sich an unsere Steuerberater und vereinbaren einen Termin. Wir stehen Ihnen gerne für alle Fragen zur Verfügung.

Rufen Sie uns an 0201/24030.

Schumacher | Rechtsanwälte · Notar · Steuerberater

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